Der Mittelalter Wikinger: Wikingerschiffe und Wolfsgruben


Als Wikinger bezeichnet man Angehörige von kriegerischen, zur See fahrenden Germanen zur "Wikingerzeit". Das Wort Wikinger stammt vermutlich von altnordisch "vikingr" ab, was so viel wie "Seekrieger auf langer Fahrt weit entfernt von der Heimat" bedeutet. Aber nicht alle Wikinger betrieben den ufernahen Raub. Großteile der skandinavischen, jungen Männer suchten in ihren jungen Jahren Anerkennung bei ihrer Sippe und Ruhm und Abenteuer in der Ferne. Wie die Wikinger Runen Steine des 11. Jahrhunderts belegen, ließen sie sich dann jedoch nieder und betrieben die in ihrem Landstrich übliche Wirtschaft. Ansonsten sprechen die altnordischen Runensteine jedoch wirklich von einem Fremden mit Schwert in der Hand, dessen einziger Lebensinhalt Raub und Plündern war. Diese wurden jedoch nach ihrer Rückkehr in die Heimat als Verbrecher bekämpft, weil sie nicht mehr in ein normales Leben integrierbar waren. Es existieren die schlimmsten Gerüchte über die Wikinger, welche nur Met tranken, Frauen vergewaltigten und zum bloßen Spaß Kinder in Wolfsgruben stießen. Ob dies wirklich so haarsträubend war, mag dahin gestellt sein.

Ursprünglich waren die Könige der Wikinger Seekönige ohne Land. Sie waren Anführer von Raubzügen aus königlicher Familie, die sogar auf ihren Schiffen überwintert haben sollen. Überhaupt waren für die Wikinger Schiffe und Waffen das Wichtigste. Die Drachenschiffe der Wickinger mit ihren bunten Segeln kennt man aus vielen Wikinger Filmen. Diese gab es in verschiedenen Größen: Als Langschiffe, Knorren und auch kleinere Schiffe. Die Wikinger führten auf Grund der Schiffsgröße mit einem Fassungsvermögen von 25-50 Männern keine Pferde mit. Die Hauptwaffen der Vikinger waren Axt, Speer, Pfeil und Bogen. Es wurde in diesem Zusammenhang auch von mit Gift bestrichenen Köchern gesprochen. Ansonsten haben sich Waffen und Gewandung der Wikinger nicht sonderlich von den üblichen der damaligen Zeit unterschieden. In den "Sagas" werden die Wikkinger häufig als Krieger mit einer heldenhaften Todesverachtung beschrieben. Dies ist aber wohl eine Glorifizierung der heutigen Zeit, da aus angelsächsischen Quellen lediglich bekannt ist, dass ihre Tapferkeit in erster Linie aus ihrem unbedingten Überlebenswillen bestand.


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