Fee, Kobold, Elfe, Däumling, Faerie & and andere Naturgeister


Nach keltischer und romanischer Volkssage sind Feen geisterhafte Fabelwesen der Natur, welche magische Kräfte besitzen. In der deutschen Poesie des Mittelalters haben sie unter den Namen "Feien" oder "Feinen" ihren Platz und sind mythologisch mit den Nornen, den Schicksals-Weberinnen aus der nordischen Mythologie, verwandt. Im englischen Sprachraum sind sie als fairy (auch: fey, faery, faerie) bekannt.

Als Feen, Wald- oder Naturgeister werden heute eine ganze Reihe von Wesen bezeichnet. Gnome und Elfen werden mit Wäldern in Verbindung gebracht, während Nymphen oder Dryaden auch als Feldgeister zusammengefasst werden. Kobolde sind überall zu finden und Nixen bringen wir mir Gewässern in Verbindung. Da Feen so feinstoffliche und zarte Wesen sein sollen, kennen wir sie auch als Zwerge, Wichtel oder Däumlinge. Sie alle haben gemeinsam "Feenwesen" zu sein, doch nur wenige sind wirklich Feen oder "Fairies".

Richtige Feen haben die Fähigkeit sich unsichtbar zu machen und sind deswegen nur schwer zu erwischen. Angeblich wohnen sie meist in Felsenschluchten oder an mystischen Orten wie alten Schlössern. Dichter verschiedener Epochen haben vor allem drei große Feenreiche genannt: Avalon, die sagenhafte Insel der Morgana le Fay, ein Reich im Innern der Erde mit prachtvollen Palästen und ein Königreich in Wäldern und Wildnis.

Feen sollen besonders freundlich zu Kindern sein, da sie selbst als meist heiter und verspielt beschrieben werden. Manchmal sollen sie an den Wiegen Neugeborener erscheinen und deren Schicksal bestimmen. Außerdem altern sie nicht und werden als schön und gütig beschrieben. Feen können männlich oder weiblich sein, doch gerade in der keltischen Volkssage werden sie meist als weibliche Elementargeister beschrieben, die in Wäldern, Felsengrotten oder Gewässern leben. Ihre Lieblingsbeschäftigung soll der Tanz sein, bei dem sie die berühmten Feenringe hinterlassen.

Nach der Epoche der Romantik bildete sich der Glaube aus, es gäbe neben den guten Feengeistern, welche ihre Zaubereien nur für das Gute einsetzen, auch böse Feen, die nichts als Schabernack im Kopf haben. Diese können eine wahre Plage sein und mit ihrer bösen Magie den Menschen schaden. Der Kampf zwischen guten und bösen Feen bildet den Inhalt der sogenannten Feenmärchen orientalischen Ursprungs, die besonders Ende des 17. Jahrhunderts in Europa groß in Mode waren. Beispiele für Feen in der Literatur sind z.B. "Klein Zaches, genannt Zinnober" von E.T.A. Hoffmann oder der "Räuber Hotzenplotz" von Otfried Preußler. Die Fee Tinkerbell aus Peter Pan dürfte auch den meisten ein Begriff sein.


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